# Microsoft Authentifikator als Standard und 2 stellige Nummerneingabe erzwingen

##### [**Microsoft Authenticator als Standard festlegen.pdf**](https://booky.spiegelblank.de/attachments/256)

### Was du damit schon richtig gemacht hast

- **Zahlenübereinstimmung für Pushbenachrichtigungen erforderlich**: **Aktiviert** (grau/erzwungen) → sehr gut, das reduziert „MFA-Fatigue“ deutlich.
- **Anwendungsname anzeigen**: **Aktiviert** → Nutzer sehen, *welche* App gerade authentifiziert werden soll.
- **Geografischen Standort anzeigen**: **Aktiviert** → hilft, „unmögliche“ Logins schneller zu erkennen.
- Ziel jeweils **Alle Benutzer** → grundsätzlich ok (Break-Glass später separat behandeln).

Das ist ein guter Basisschutz – aber: Gegen die von dir beschriebenen „SharePoint-Download“-Phishing-Seiten (AiTM/MFA-Phishing) ist das **nicht ausreichend**, weil Angreifer trotzdem in Echtzeit die Anmeldung + MFA „durchreichen“ und ggf. Session-Tokens abgreifen können.

## Nächster Schritt: OTP-Fallback bewusst entscheiden

In deinem Screenshot sehe ich **„OTP zulassen“** (das ist der „Code anzeigen“-Fallback in Authenticator).

- **Wenn du maximal gegen Phishing härten willst:** setze **„OTP zulassen“ = Nein** (oder zumindest nicht breit für alle), *weil OTP sehr leicht in Phishing-Seiten abgefragt werden kann*.
- **Wenn du OTP brauchst (Offline/Notfälle):** lass es an, aber dann solltest du parallel „stärkere“ Wege etablieren (siehe unten), damit Nutzer nicht automatisch auf OTP ausweichen.

Wichtig: Wenn du OTP deaktivierst, stelle sicher, dass du **mindestens** einen sauberen Wiederherstellungs-/Notfallpfad hast (z. B. Temporary Access Pass, zusätzlicher zweiter Faktor, Break-Glass-Konten).

## Der wirksamste Hebel gegen eure SharePoint-MFA-Phishing-Welle

### 1) Conditional Access: Authentifizierungsstärke „Phishing-resistent“ für SharePoint/Office

Setze für **SharePoint Online / Office 365** eine CA-Richtlinie, die nicht nur „MFA“, sondern eine **phishing-resistente Authentifizierung** verlangt (z. B. **Windows Hello for Business** oder **FIDO2 Security Key**).  
Damit brichst du genau das Angriffsmuster, bei dem die Phishing-Seite MFA „mit abfragt“.

**Pfad:** Microsoft Entra Admin Center → **Schutz** → **Bedingter Zugriff** → **Richtlinien**

- **Cloud-Apps**: *Office 365* oder *SharePoint Online*
- **Zugriffssteuerungen (Gewähren)**: **Authentifizierungsstärke** = *Phishing-resistent*
- Pilot zuerst nur mit Admins/IT + ausgewählten Power-Usern, dann ausrollen.

### 2) Conditional Access: Zugriff nur von „verwalteten“ Geräten (optional, sehr effektiv)

Wenn ihr Intune/Managed Devices habt: für SharePoint/Office im Browser zusätzlich

- **„Gerät muss als kompatibel markiert sein“** oder **Hybrid Azure AD-verbunden**  
    Das reduziert Token-Diebstahl-Szenarien massiv, weil der Angreifer i. d. R. nicht von einem „compliant“ Gerät kommt.

### 3) Defender for Office 365: Safe Links (falls lizenziert)

Da eure Angriffe über „Downloadangebote“ kommen: **Safe Links** ist der praktische Schutzhebel im Mail-/Link-Kanal (Links werden beim Klicken geprüft/umgeschrieben).

## Quick-Check zu deiner aktuellen Konfiguration

Wenn du das noch nicht gemacht hast, prüfe zusätzlich in Entra:

- **Welche MFA-Methoden sind erlaubt?** (SMS/Anruf nach Möglichkeit raus, Authenticator/FIDO2/WHfB bevorzugen)
- **Break-Glass**: 1–2 Notfallkonten, sauber dokumentiert, mit separatem Schutz (keine alltägliche Nutzung), und in CA-Policies korrekt ausgeschlossen.

Wenn du mir sagst, ob ihr **Entra ID P1/P2** und/oder **Intune** habt, kann ich dir eine konkrete Zielkonfiguration skizzieren (Pilotgruppen, genaue CA-Policy-Settings, sinnvolle Ausnahmen), die genau auf euren „SharePoint-Phishing“-Use-Case zielt.

Break-Glass: 1–2 Notfallkonten, sauber dokumentiert, mit separatem Schutz (keine alltägliche Nutzung), und in CA-Policies korrekt ausgeschlossen. Erkläre bitte detailliert!

Break-Glass- bzw. **Notfallkonten** (Microsoft nennt sie „Emergency access accounts“) sind **separat angelegte Global-Admin-Konten**, die du **nur** nutzt, wenn du dich durch eine Fehlkonfiguration (z. B. Conditional Access) oder einen externen Ausfall sonst aus dem Tenant aussperrst. Microsoft empfiehlt dafür **mindestens zwei** solche Konten. [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/role-based-access-control/security-emergency-access?utm_source=chatgpt.com)

Unten ist ein praxistaugliches, detailliertes Setup, das sowohl **Lockout-Risiken** minimiert als auch **Sicherheitsanforderungen** berücksichtigt.

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## 1) Ziele und Grundregeln

### Warum überhaupt Break-Glass?

Typische Notfälle:

- Conditional-Access-Policy blockiert versehentlich alle Admins
- MFA-/Authenticator-Problem (Push-Ausfall, Registrierungsprobleme)
- Föderation/Identity Provider down (bei federierten Tenants) [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/role-based-access-control/security-emergency-access?utm_source=chatgpt.com)

### Grundregeln

- **Kein Daily-Use.** Nutzung nur für Tests und echte Notfälle. [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/role-based-access-control/security-emergency-access?utm_source=chatgpt.com)
- **Mindestens 2 Konten** (Redundanz). [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/role-based-access-control/security-emergency-access?utm_source=chatgpt.com)
- **Aus allen Conditional-Access-Policies ausschließen**, sonst riskierst du Tenant-Lockout. [Microsoft Learn+1](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/conditional-access/policy-all-users-mfa-strength?utm_source=chatgpt.com)
- **Nutzung überwachen und alarmieren** (jeder Login ist ein Incident/Change). [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/role-based-access-control/security-emergency-access?utm_source=chatgpt.com)

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## 2) Empfohlenes Kontodesign (2 Konten mit unterschiedlichen Eigenschaften)

Ich empfehle dieses **Dual-Design**:

### Konto BG-01 „Maximum Availability“ (reiner Notfallzugang)

- Cloud-only Benutzer (nicht federiert)
- Sehr langes, zufälliges Passwort (z. B. 32–64 Zeichen)
- **Globaler Administrator**
- **Von allen CA-Richtlinien ausgeschlossen** (wirklich *allen*)
- **Keine Produkt-Lizenzen**, kein Postfach, keine Teams-/SharePoint-Nutzung (nur Portal-Zugang)
- Zweck: „Wenn alles brennt, komme ich rein.“

### Konto BG-02 „Secure Admin Fallback“ (Notfall + Test + „Portal-MFA“-Realität abfangen)

- Ebenfalls cloud-only
- Globaler Administrator
- Von allen CA-Richtlinien ausgeschlossen
- **Zusätzlich** mit **phishing-resistenter MFA** registriert (z. B. FIDO2/Passkey oder Zertifikat), damit du einen sicheren Admin-Zugang hast, falls du später strengere Baselines/Portal-Anforderungen triffst.
- Zweck: „Sicherer Rückweg und regelmäßiger Funktionstest.“

Microsoft betont: Notfallkonten sollen **nicht** denselben Mechanismus/Abhängigkeiten haben wie normale Admin-Konten und du sollst sie gezielt verwalten. [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/role-based-access-control/security-emergency-access?utm_source=chatgpt.com)

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## 3) Schritt-für-Schritt Umsetzung

### Schritt 1: Konten anlegen

**Microsoft Entra Admin Center** → **Identität** → **Benutzer** → **Alle Benutzer** → **Neuer Benutzer erstellen**

- Namen bewusst neutral halten (nicht „breakglass@…“ in großen Umgebungen; in kleineren Umgebungen ist es ok – Hauptsache dokumentiert).
- „Kennwort automatisch generieren“ und **sofort** in einen Passwort-Tresor (siehe unten).

### Schritt 2: Rollen zuweisen (Globaler Administrator)

**Microsoft Entra Admin Center** → **Identität** → **Rollen &amp; Administratoren** → **Globaler Administrator** → **Zuweisungen**

- BG-01 und BG-02 hinzufügen.

### Schritt 3: Von Conditional Access ausschließen (entscheidend)

Für **jede** CA-Richtlinie:  
**Microsoft Entra Admin Center** → **Schutz** → **Bedingter Zugriff** → **Richtlinien** → Richtlinie öffnen

- **Benutzer** → **Ausschließen** → BG-01 und BG-02

Microsoft nennt das explizit als Best Practice: Break-Glass/Emergency Accounts von CA-Policies ausnehmen, um Lockout durch Fehlkonfiguration zu verhindern. [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/conditional-access/policy-all-users-mfa-strength?utm_source=chatgpt.com)

Wichtig: Das gilt auch für **Microsoft-verwaltete Conditional-Access-Richtlinien** – auch dort sollst du Break-Glass-Konten ausschließen. [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/conditional-access/managed-policies?utm_source=chatgpt.com)  
Und: Microsoft weist darauf hin, dass diese Exclusion-Liste regelmäßig zu auditieren ist. [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/conditional-access/policy-block-authentication-flows?utm_source=chatgpt.com)

### Schritt 4: Monitoring/Alarmierung festlegen (Pflicht)

Mindestens:

- **Jeder Login** der BG-Konten löst eine Alarmierung an IT/Security aus
- Auswertung über **Anmeldeprotokolle** / Export (z. B. Log Analytics/Sentinel), je nach eurem Setup

Microsoft fordert, diese Konten eng zu überwachen und Nutzung auf echte Notfälle zu beschränken. [Microsoft Learn](https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/role-based-access-control/security-emergency-access?utm_source=chatgpt.com)

### Schritt 5: Sichere Aufbewahrung + Zugriffskontrolle

- Passwort in **Password Vault** (z. B. KeePass/Bitwarden/… oder Firmen-Tresor)
- Zugriff auf die Secrets nach 4-Augen-Prinzip (z. B. zwei getrennte Personen)
- Dokumentation: Zweck, wann benutzen, Runbook, wer informieren, Post-Incident Schritte

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## 4) Betrieb: Tests, Runbook, Audit

### Regelmäßiger Test

- 1× pro Quartal: Login-Test mit BG-02 (und ggf. BG-01 sehr selten), prüfen ob:
    
    
    - Zugang zu Entra Admin Center funktioniert
    - Rollen stimmen
    - Alarmierung triggert
- Danach: Ticket/Change dokumentieren.

### Incident-Runbook bei echter Nutzung

Wenn BG-Konto benutzt wurde:

1. Grund identifizieren (welche Policy/Änderung hat ausgesperrt?)
2. Sofortige Korrektur (Policy zurückrollen/fixen)
3. BG-Konto wieder „weglegen“
4. Review: Warum kam es dazu? Welche Guardrails fehlen?

### Audit der Exclusions

- Monatlich/Quartalsweise: Liste der CA-Policies prüfen, ob BG-01/BG-02 wirklich überall ausgeschlossen sind (neue Policies werden oft vergessen).

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## 5) Typische Fehler, die ich in der Praxis sehe

- Break-Glass-Konto existiert, aber **nicht in allen Policies ausgeschlossen**
- Konto hat eine normale Mailbox und wird „doch mal schnell“ genutzt
- Passwort liegt in einem persönlichen Notiztool statt in einem kontrollierten Tresor
- Es gibt **nur eins** – wenn das gesperrt/gelöscht/vergessen ist, ist es vorbei
- Niemand merkt, dass das Konto genutzt wurde (keine Alarmierung)

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Wenn du mir sagst, ob ihr **Entra ID P1/P2** habt und ob ihr **Microsoft Sentinel/Log Analytics** nutzt, kann ich dir auch ein konkretes Monitoring-Pattern geben (welche Log-Abfrage/Alarm-Logik sinnvoll ist) und eine Checkliste, wie du die CA-Exclusions revisionssicher dokumentierst.

Entra ID P1

Alles klar – mit **Entra ID P1** hast du die wichtigste Grundlage: **Bedingter Zugriff** (Conditional Access). Was dir im Vergleich zu P2 fehlt, ist vor allem **PIM (Privileged Identity Management)** und **risikobasierte Policies (Identity Protection)**. Break-Glass funktioniert aber auch mit P1 sehr gut, wenn du es sauber aufsetzt.

## Zielbild für Break-Glass mit Entra ID P1

Du brauchst **mindestens 2** Notfallkonten:

1. **BG-01 (Maximum Availability)**
    
    
    - Soll *immer* funktionieren – auch wenn MFA/Authenticator/Telefonie kaputt ist.
    - Typisch: **Passwort-only**, extrem stark, streng verwahrt, **überall von CA ausgeschlossen**.
2. **BG-02 (Secure Fallback / Testkonto)**
    
    
    - Für regelmäßige Funktionstests und “sicherer” Notfallzugang (z. B. mit FIDO2/Passkey registriert).
    - Ebenfalls **von CA ausgeschlossen**, aber du nutzt es im Notfall bevorzugt, wenn alles normal läuft.

Der Gedanke dahinter: **Ein Konto maximiert Verfügbarkeit**, das andere **maximiert Sicherheit** – und du hast Redundanz.

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## Schritt-für-Schritt Setup

### 1) Konten anlegen (Cloud-only)

**Microsoft Entra Admin Center** → **Identität** → **Benutzer** → **Alle Benutzer** → **Neuer Benutzer**

Empfehlungen:

- Cloud-only (nicht an AD gebunden, nicht federiert)
- Keine Lizenz, kein Postfach (wenn möglich)
- Anzeigename eindeutig (z. B. “Emergency Access 01/02”), UPN muss nicht “breakglass” heißen, aber intern klar dokumentiert.

### 2) Rollen zuweisen (Globaler Administrator)

**Microsoft Entra Admin Center** → **Identität** → **Rollen &amp; Administratoren** → **Globaler Administrator** → **Zuweisungen** → Benutzer hinzufügen

Mit P1 ist das eine **permanente** Rollenzuweisung (kein PIM). Umso wichtiger: keine Alltagsnutzung + starke Kontrollen.

### 3) Von allen Conditional-Access-Richtlinien ausschließen (kritisch)

Für **jede** CA-Richtlinie:

**Microsoft Entra Admin Center** → **Schutz** → **Bedingter Zugriff** → **Richtlinien** → Richtlinie öffnen

- **Benutzer** → **Ausschließen** → BG-01 und BG-02 hinzufügen

Wichtig:

- Auch neue Policies später nicht vergessen (das ist die häufigste Lockout-Ursache).
- Wenn du „Vorlagen“ oder „Microsoft-verwaltete“ Richtlinien nutzt: ebenfalls Exclusions prüfen.

### 4) Passwörter und Aufbewahrung (operativ entscheidend)

Für BG-01 und BG-02:

- Passwort mit hoher Entropie (z. B. 32–64 Zeichen, zufällig generiert)
- Speicherung in einem **Unternehmens-Tresor** (z. B. KeePass im geschützten Share / Passwortmanager mit 4-Augen-Freigabe)
- Zugriff nur für sehr wenige Personen, ideal: **2 Personen getrennt** (Vier-Augen-Prinzip)
- Dokumentiere: *Wer darf öffnen? Wann? Was ist danach zu tun?*

**Kennwortablauf:**  
Wenn eure Policy regelmäßige Passwortwechsel erzwingt: okay, dann muss das im Runbook drin sein (und der Tresor aktuell gehalten werden). Wenn möglich, für Notfallkonten “vernünftig” lösen: sehr starkes Passwort + Rotation nach Nutzung/Incident.

### 5) MFA-Strategie für Break-Glass (realistisch und praxistauglich)

Hier gibt es zwei legitime Varianten:

**Variante A (empfohlen, weil ausfallsicher):**

- **BG-01 ohne MFA-Pflicht** (damit du auch reinkommst, wenn MFA nicht geht)
- **BG-02 mit registriertem phishing-resistentem Faktor** (z. B. FIDO2/Passkey), den du im Notfall bevorzugt nutzt

Hinweis: Wenn du MFA *erzwingen* willst, machst du das normalerweise über CA – aber Break-Glass ist ja ausgeschlossen. Deshalb ist die gängige Praxis: **ein Konto ohne MFA-Pflicht, dafür extrem streng überwacht**.

### 6) “Security Defaults” prüfen (sonst beißt sich das)

Wenn **Sicherheitsstandards** aktiv sind, erzwingen sie MFA breit und du kannst Break-Glass nicht sauber ausnehmen.

Prüfen:  
**Microsoft Entra Admin Center** → **Identität** → **Übersicht** → **Eigenschaften** → **Sicherheitsstandards verwalten**

- Wenn ihr Conditional Access aktiv nutzt: in der Regel sind Security Defaults **deaktiviert** (sonst kollidiert das häufig).

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## Monitoring und Alarmierung (Pflicht, gerade weil CA ausgeschlossen)

Mit P1 hast du standardmäßig die **Anmeldeprotokolle**. Das Minimum ist:

### A) Sofortige Regel: Jeder Break-Glass-Login = Incident/Change

- Wenn sich BG-01 oder BG-02 anmeldet, muss automatisch ein Alarm an IT/Security gehen.

### B) Umsetzungsmöglichkeiten

1. **Manuell (Minimum)**  
    **Microsoft Entra Admin Center** → **Überwachung** → **Anmeldeprotokolle**  
    Filter nach BG-01/BG-02 und regelmäßig prüfen.
2. **Sauber (empfohlen): Azure Monitor / Log Analytics Alert**
    
    
    - Entra Sign-in Logs in **Log Analytics** (Workspace) exportieren
    - Alert-Regel: „Wenn UserPrincipalName == BG-01 oder BG-02 und Status == Erfolg/Fehler → E-Mail/Teams/Webhook“

Beispiel-KQL (für den Alert), damit du eine Vorstellung hast:

`SigninLogs | where UserPrincipalName in ("bg-01@deinedomain.tld","bg-02@deinedomain.tld") | where ResultType == 0 or ResultType != 0 | project TimeGenerated, UserPrincipalName, AppDisplayName, IPAddress, ClientAppUsed, ResultDescription`

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## Runbook: Was passiert, wenn Break-Glass genutzt wurde?

Wenn BG benutzt wurde (egal ob Test oder Notfall), standardisiere:

1. Ticket/Change anlegen (Begründung, Zeitpunkt, wer)
2. Ursache beheben (z. B. CA-Policy zurückrollen/fixen)
3. **Passwort sofort rotieren** und Tresor aktualisieren
4. Sign-in Logs prüfen (IP, Land, App, Zeit)
5. Falls Verdacht auf Kompromittierung: zusätzliche Maßnahmen (Sessions widerrufen, weitere Admin-Konten prüfen)

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## Checkliste zum Abschluss (P1-tauglich)

- 2 cloud-only Notfallkonten existieren
- Globaler Administrator zugewiesen (permanent, da kein PIM)
- In **jeder** CA-Policy unter **Benutzer → Ausschließen** enthalten
- Kein Postfach / keine Lizenz (wenn möglich)
- Passwort extrem stark, im Tresor, 4-Augen-Prozess
- Monitoring/Alerting aktiv (mindestens Sign-in Logs, besser Log Analytics Alert)
- Quartalsweiser Funktionstest (bevorzugt BG-02)

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Wenn du willst, beschreib kurz eure aktuelle CA-Struktur (z. B. “MFA für alle”, “Block legacy auth”, “nur compliant devices”), dann kann ich dir eine konkrete Empfehlung geben, **wo** genau du die Break-Glass-Exclusions am häufigsten vergisst und wie du das auditierbar machst.